Ausflug ins Panarbora

Vor einigen Wochen waren wir im „Panarbora-Park“ bei Waldbröl. Die Aussicht vom Baumwipfelpfad war wirklich schön. Der Irrgarten braucht aber noch vieeeel Pflege und vor allem WASSER! Alles war ein bisschen vertrocknet, weil sich nach dem Anlegen offenbar niemand mehr um die Pflanzenpflege gekümmert hat.

Ein paar Eindrücke:

Was gibt es Neues…

Guten Morgen an alle die hin und wieder noch reinschauen, obwohl sich so lange nichts tut und ich nur noch selten andere Blogs lese :girlwink:

Meine Jüngste ist mittlerweile auf der weiterführenden Schule und es klappt gut. Ich bin gespannt wie sich das kommende Schuljahr jetzt entwickelt, welches ihr Lieblings-Wahlpflichtfach wird und ob ihr das Vokabellernen bald leichter fällt. Meine Große kommt jetzt in die 8. Klasse und auf der Förderschule geht es ihr gut. Auch wenn es natürlich immer wieder Reibereien gibt und sie regelmäßig und oft auch zu Recht sagt: „Die Ch**** mag ich nicht mehr!“

Ich lese immer noch gerne, aber lange nicht mehr so viel wie früher. Ich mache auch nur noch ganz selten bei irgendwelchen Leserunden oder Verlosungen mit, bei denen ich anschließend eine Rezension abgeben muss. Mittlerweile haben sich meine Interessen mehr in Richtung Arbeit verschoben, die ich nun habe – und mit der ich sehr glücklich bin! Leider erstmal nur befristet und mir tut schon der Bauch weh, wenn ich nur dran denke, dass der 31.12.17 möglicherweise der letzte Arbeitstag sein wird… aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. :verliebt:

Wir wohnen jetzt außerdem seit zwei Jahren in der unteren Wohnung und das hat viele Vorteile für uns. Auch wenn der kurfristige Umzug vor zwei Jahren kurz vor Weihnachten sehr spontan und anstrengend war – wir haben es geschafft und bisher nicht bereut. Unsere coole Aussicht ist zwar nicht mehr ganz so spektakulär, aber die Vorteile überwiegen :cool:

Das war es für heute von mir. Ich hoffe es geht euch allen gut!

 

Ein dickes Dankeschön!

Immer wenn ich auf meinem Blog war, ploppte so eine blöde Fehlermeldung auf, die Besucher meines Blogs aufforderte sich mit Benutzernamen und Kennwort anzumelden. Die Fehlermeldung warnte davor, dass die Daten auf eine andere als die derzeit besuchte Seite weitergeleitet würden. Das hat mich so genervt, dass ich keine Lust mehr hatte auf meine Seite zu gehen und nach dem Rechten zu schauen. Alle Aktualisierungen hatten nichts genutzt.

Total frustriert hatte ich nun doch beschlossen, einen letzten Versuch zu unternehmen – ich habe zum ersten Mal den Support-Chat bei one.com genutzt. Und ich bin so begeistert über die schnelle Hilfe! Wer kommt auch schon auf die Idee, dass es ja vielleicht an einem der vielen Plugins liegt, die man mit der Zeit installiert; selbst wenn man gar nicht mehr genau weiß wofür eigentlich ;) Das defekte Plugin heißt „Fancybox for WordPress“ und ich habe es gleich komplett gelöscht. Jetzt geht es wieder und ich bin happy :inlove:

Einen ganz herzlichen Dank an den lieben

MORITZ

vom Support-Chat bei one.com!

Ich wünsche dir ein ganz besonders tolles Weihnachten und einen guten Rutsch!  :bussi:

 

Großartiges und spannendes Krimidebüt: „Kaninchenherz“ von Annette Wieners

kaninchenherz-annette-wienersDas Krimidebüt der in Köln wohnenden Journalistin und Drehbuchautorin Annette Wieners ist geglückt. Es ist großartig! Die Spannung zieht sich von der ersten Seite an durch das ganze Buch und steigert sich im letzten Drittel des Buches sogar noch.

Die Geschichte wird immer mal wieder unterbrochen und in kurzen Einschüben dem Leser die Ereignisse von vor zehn Jahren nahegebracht. Auf diese Weise erhält man immer mehr Einblick in die Geschehnisse, aber nie sehr viel, so dass wirklich bis fast zum Schluss die Frage offen bleibt: Was ist damals wirklich geschehen?
Schon bald wird dadurch auch klar, was die schön gestalteten Steckbriefe verschiedener Giftpflanzen zu bedeuten haben, auf die man beim Lesen unwillkürlich stößt. Sehr schön gemacht. Das war ein kleines zusätzliches Highlight!

Der detailreiche, liebevoll-bildliche Schreibstil der Autorin und die interessanten Charaktere machen „Kaninchenherz“ zu etwas ganz besonderem. Die Verhaltensweisen und Reaktionen der Charaktere sind schlüssig. Gerade auch Gesine als Hauptfigur handelt absolut nachvollziehbar, wenn man ihre Vergangenheit berücksichtigt, von der ich als Leserin nach und nach immer mehr erfahre. Und mit jeder Information wächst die Spannung.

Die Charaktere sind auffallend gut dargestellt. Gesine als Hauptfigur, ihr guter Freund Hannes, die Zwillingsmädchen Martha und Frida, ja sogar die verstorbene Mareike wurde in meinem Kopf wieder zum Leben erweckt. Es gibt auch Figuren, die mir anfangs gar nicht sympathisch waren, die später aber dann doch noch mein Herz erobern konnten – und anders herum.

„Kaninchenherz“ ist der erste Band einer Krimi-Reihe. In diesem ersten Band ist Gesine gezwungen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Unter anderem davon lebt die Geschichte. Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Band aufgebaut sein wird. Bleibt Gesine Friedhofsgärtnerin? Oder macht Marina Olbrecht ihr doch noch ein Angebot, in den Dienst der Kripo zurückzukommen?

Ein großartiges und erfrischendes Krimidebüt, das mich überzeugt hat! Das Ende macht Lust auf mehr.

Rezension zu „Allein kann ja jeder “ von Jutta Profjit

allein-kann-ja-jeder-jutta-profijtRosa ist die 71 Jahre junge Hippiemutter von Ellen (46) und Oma der 13jährigen Kim. Rosa kommt nach einem Yoga-Seminar nach Hause und findet ihren Nachbarn, der gleichzeitig ihr Lebensgefährte war, tot in seinem Haus. Das verliebte Pärchen hat seine beiden nebeneinanderstehenden Häuser bereits verkauft und haben sich eine gemeinsame Wohnung an der Rheinpromenade gekauft. Leider müssen sie erfahren, dass das Gebäude noch gar nicht gebaut ist. Auf dem Grundstück steht noch die alte verlassene Zucker-Villa. Rosa, die bereits in Ellens Kindheit Erfahrung in Sachen Hausbesetzung gemacht hat, zieht kurzerhand in die verlassene Villa ein. Zwei der ebenfalls betrogenen Wohnungskäufer, der 72jährige Konrad und Hans (56), beschließen ebenfalls, in die Villa zu ziehen. Gleichzeitig machen sich die Villabesetzer auf die Suche nach ihrem Geld.
Rosas Tochter Ellen und deren 13jährige Tochter Kim müssen kurzerhand ebenfalls in die Villa einziehen, wenn sie nicht auf der Straße übernachten wollen. Denn leider hat Ellens Ex-Mann das gemeinsame Haus eigenmächtig verkauft.

Kim ist eine typische pubertierende 13jährige, die für manche Diskussion und Aufregung sorgt. In Ellen und ihre Sorgen konnte ich mich gut hineinversetzen. Gut fand ich den Mathelehrer von Kim, der die 13jährige durchschaut hat und der seinen Auftrag als Lehrer mehr als ernst nimmt. Beeindruckend fand ich die Szene, als alle Schüler ihre Handys anschalten sollten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auf die Jugendlichen einen viel größeren Eindruck gemacht hat, als alle Vorträge, Ratschläge und Ermahnungen zusammen.

Ich hatte alle handelnden Personen lebhaft vor Augen und ich mochte Jutta Profijts Schreibstil sehr. Einige ihrer anderen Bücher kenne ich ebenfalls und finde, dass sie von Mal zu Mal besser wird, was das Schreiben betrifft. „Allein kann ja jeder“ hat sowohl Elemente eines Frauenromans, als auch eines Krimis. Die handelnden Personen sind zwischen 13 und 72 Jahre alt, die noch dazu alle unter einem Dach hausen. Man kann also sagen, dass es sich um einen Mehrgenerationenroman handelt, auch wenn ich nicht weiß, ob es dieses Genre überhaupt gibt. Auf jeden Fall kommen in dieser Konstellation natürlich auch sehr lustige, absurde und chaotische Situationen zustande. Besonders als die aufmüpfige Kim dann plötzlich ihre soziale Ader entdeckt, als sie im Keller der alten Villa einen Geruch bemerkt, der da absolut nicht hingehört…

Mir hat jeder Aspekt dieses Buches ausgesprochen gut gefallen und zusammen ergeben sie ein harmonisches Ganzes. Lesenswert!

Rezension zu „Halbe Miete“ von Nadja Quint

halbe-miete-nadja-quintDer Anfang dieses Insel-Krimis liest sich gut und macht neugierig. Lilo Gondorf ist Pensionswirtin auf Rügen und vermietet zwei Ferienbungalows. Eigentlich wäre sie lieber wieder zur Polizei zurück gegangen, wo sie immerhin ein Jahr war, aber nach der Geburt ihrer drei Kinder und dem Tod ihres Mannes war sie zu alt. Jetzt muss sie die verhasste Hausarbeit also nicht nur in ihrem eigenen Haus erledigen, sondern auch noch die beiden Ferienbungalows putzen. Und weil zur Ferienanlage ein großer Garten gehört, ist auch Unkrautjäten und Rasenmähen Pflicht, wenn sie die Bestbewertung der Kurverwaltung weiterhin erhalten will. Als einer ihrer Feriengäste, Notar Werner Koch, bei einem Ausflug entführt wird und die blinde Ehefrau Elisabeth Koch hilflos daneben steht, übernimmt Lilos Tochter, Verena Gondorf, die Ermittlungen.

„Halbe Miete“ von Nadja Quint ist der erste Band einer Inselkrimi-Serie mit Lilo Gondorf, in der Lilo gemeinsam mit ihrem Nachbarn Oskar Zillmann, einem pensionierten Internisten, die Hauptfiguren darstellen. Nach dem Lesen dieses Buches bin ich doch sehr neugierig, wie es mit Lilo und vor allem Oskar weiter geht. „Halbe Miete“ lässt nämlich noch sehr viel Raum für die weitere Entwicklung der Figuren.
Die handelnden Personen bleiben auch am Ende des Buches eher schwach. Am meisten überzeugt hat mich Oskar, der eher vernünftig dargestellt wurde, aber durch seine Verliebtheit in Lilo, diese bei ihren Nachforschungen unterstützt hat. Lilo hingegen wirkte auf mich ein wenig naiv und unnahbar. Sie hat ständig irgendwelche Gedanken gehabt, es gab Andeutungen, aber nichts Konkretes, so dass der Leser immer im Dunkeln blieb. Ein Miträtseln war kaum möglich.
Der Mittelteil war langatmig. War ich am Anfang noch sehr neugierig, musste ich mich dann zwingen, weiterzulesen. Einige Passagen fand ich ganz unnötig, bspw. Lilos erste Reise nach Berlin, weil einfach nichts passiert ist. Erst zum Ende wurde es wieder spannender. Leider konnte mich aber, trotz der erwachten Spannung am Ende, die Geschichte nicht so ganz überzeugen. Die Auflösung des Falles geschah dann sehr überstürzt, der Leser wurde in Lilos Gedanken kaum einbezogen oder diese waren nicht nachvollziehbar. Mir hat es auch nicht gefallen, dass Lilo und Oskar am Ende von allen sehr „in dem Himmel gehoben“ und mit Lob und Bewunderung überhäuft wurden. Aus den Vernehmungsprotokollen der drei Verhafteten erfährt man die Sicht dieser Personen, bei der der Leser dann endlich mal etwas mehr erfährt. Und Lilos konfuse und teilweise an den Haaren herbeigezogenen Gedankengänge und Schlussfolgerungen erzählen die handelnden Personen dann der Wirtin Ramona. Dadurch wird dann quasi auch nebenbei der Leser aufgeklärt.

Was mir gefallen hat, war die Inselatmosphäre, die in dem Buch doch gut geschildert wurde. Auch das Leben in Groß Zicker und der Umgebung war schön zu lesen. Die Square-Dance-Tanzabende mit Pastor Konrad, für dessen tiefe Bassstimme Lilo heimlich schwärmt. Weil ich wissen möchte, wie es zwischen Lilo und Oskar weitergeht und wie sich die Figuren weiterentwickeln, und mir außerdem die Inselatmosphäre gut gefällt, vergebe ich trotz der vielen Kritik gute drei Sterne.