Roter Rabe

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Die Quelle der Verzweiflung

Dezember 6th, 2009 · 14 Comments · Dies+Das

Mir sind da einige Sachen eingefallen, die mir im Kopf rumgeistern und ich habe mir zu den beiden Stichpunkten ein paar Notizen gemacht. Vielleicht fallen Euch ja noch andere Dinge dazu ein…

Quelle:

Wasser, plätschern, Stille, friedvoll, Glaube, Hoffnung, Lebensfreude, ursprünglich, Leben, Durst, Energie, sprudelnd

Verzweiflung:

dunkel, Angst, verwirrt, Chaos, einsam, irritiert, äußerer Schein, Irrglaube, hoffnungslos

Irgendwie widersprüchlich. Warum kommt mir das dann gleichzeitig in den Sinn? Ich grüble.

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14 Comments so far ↓

  • GZi

    Alles hat halt seinen Ursprung, seine (leichte, lichte) Quelle so auch die Verzweiflung. Da, so ganz am Anfang, wo auch noch die Hoffnung ist, ist sie vielleicht noch klein, ursprünglich, besiegbar und erst später wird aus der Quelle ein vielleicht reißender, unkontrollierbarer Strom. Das kann das Dunkle, Hoffnungslose der Verzweiflung sein, dass kann aber genausogut die unkontrollierbare mitreißende Freude oder leidenschaft sein (z.B. Quelle der Freude oder der Liebe) – wie eben jedes Ding seine zwei Seiten hat… das ist mir jedenfalls zu Deinen Stichworten und ihren möglichen Zusammenhängen eingefallen…

  • Elke (Mainzauber)

    Ja, im ersten Moment erscheint es widersprüchlich, weil wir mit Quelle fast immer etwas Positives assoziieren,im allgemeinen erst mal Wasser – unabdingbar erforderlich für jedwedes Leben. Aber irgendwann wurde das Wort dann wohl zum Synonym für den Anfang, den Ursprung überhaupt und somit konnte man es nun auch mit Negativem in Verbindung bringen. Ich selbst würde vermutlich trotzdem Quelle und Verzweiflung nicht zusammen benutzen, es widerstrebt mir – also eher Ursache, Ursprung der Verzweiflung. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass diese Verbindung literarisch durchaus üblich ist, wenn es um finstere Mächte geht. Vielleicht hast du den Ausdruck kürzlich irgendwo gelesen?
    Lieben Gruß
    Elke, die dir eine Quelle vorweihnachtlicher Freude wünscht

    • Lilo

      Vielen Dank, liebe Elke :-) Heute früh gibt es tatsächlich eine Quelle vorweihnachtlicher Freude für mich – ich gehe in den Kindergarten im Ort, um zusammen mit meiner Tochter und allen anderen Kindergartenkindern Weihnachtslieder zu singen.

      In meinen Büchern kommen solche finsteren Sachen, wie Quelle der Verzweiflung eher nicht vor ;-) Ich war gestern wohl einfach in düsterer Stimmung. Aber der Gegensatz, der zwischen den beiden Begriffen liegt, zieht mich irgendwie an. Faszinierend, finde ich es :-)

      Einen guten Start in die Woche wünsche ich dir!

      Liebe Grüße,
      Lilo

  • Mamü

    Ich denke mal drüber nach, liebe Lilo.
    Zu Quelle fällt mir noch Kreativität ein. :-)

    Liebe Grüße,
    Martina

  • Elisabeth

    Liebe Lilo,
    da sind spannende und wunderschöne Gedanken zusammengekommen…
    Auch die Verzweiflung hat irgendwo ihren Ursprung, ihre Quelle… Aber es sind so viele Quellen in dir, dass die Quelle der Lebensfreude und die Quelle der Liebe all das übersprudeln können, denke ich. Und in der Verzweiflung als Chaos liegt immer auch eine Chance verborgen. Ich wünsche dir, dass du diese entdeckst und dich an der Quelle der Liebe und der Freude laben kannst!
    Herzliche Morgengrüße, Elisabeth

    • Lilo

      Liebe Elisabeth,
      die Quelle der Liebe und Freude habe ich heute morgen erst wieder entdeckt: lachende Kinderaugen und fröhliche Gesichter haben mir heute den Start in den Tag versüßt :-)
      Herzliche Grüße
      Lilo

  • Brigitte

    nur wer gegen den Strom schwimmt, erreicht die Quelle … und dabei kann man manchmal wirklich nahezu verzweifeln ;)

    Wünsch dir einen wunderschönen Montag
    Liebe Grüsse
    Brigitte

  • DeserTStorM

    Weil du die Quelle der Verzweiflung suchst? :-)

    Oder an einer Quelle verzweifelst. Oder die Verzweiflung die Quelle dessen ist, nach dem du suchst?

    Oder so :-)

  • theomix

    Quelle meint ja auch den Ursprung. Die Grundlage in gewissem Sinne.
    Verzweiflung ist gesteigerter Zweifel (”ver-”!)).

    Also, warum beißen sich die Zweifel (und Sorgen) fest? Woher kommt es? Ist das geklärt, kann die Quelle des bitteren Wassers versiegen.
    Herzliche Grüße, Jörg

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