Das Gespräch mit der Grundschuldirektorin war sehr angenehm. Eine freundliche und engagierte Person saß mir da gegenüber, mit der ich mich gut unterhalten konnte.
Meine vorherigen Eindrücke, dass sie über dieses ganze Verfahren überhaupt nicht informiert war, hat sich auch als richtig herausgestellt. Wie sie mir erzählt hat, wurde die Schule im Mai 2008 darüber informiert, dass sie zur Schwerpunktschule ernannt worden ist und im August 2008 sollte es schon losgehen. Im ersten Jahr – also bis zum Sommer 2009 – herrscht dann das reinste Chaos, da die beiden Förderschullehrer die meiste Zeit entweder krank oder in Elternzeit waren und die Eltern der Integrativkinder sich dann natürlich beschwert hatten. Mit Rückendeckung von der Schule hatten sich dann wohl die Eltern beim ADD beschwert, der dann auch etwas unternommen hat. Seit Herbst 2009 sind jetzt drei Förderschullehrer und eine pädagogische Fachkraft in der Schule bzw. den betreffenden Klassen anwesend, um die Integrativkinder zu betreuen und zu fördern. Momentan sind 19 Schüler-/innen als Integrativkinder an der Schule.
Im Moment befindet sich die Schwerpunktschule noch in der Aufbau- bzw. Einarbeitungsphase. Nicht nur die Direktorin muss sich umstellen, sondern auch die Lehrer, die plötzlich mit einem Förderlehrer in der Klasse zusammenarbeiten müssen. Die Direktorin war aber sehr positiv gestimmt und war dankbar, dass ich mich zuvor schon darüber informiert hatte, was nun zu tun ist.
Es kommt trotzdem die nächsten Tagen noch einiges an Rumtelefoniererei etc. auf mich zu, da ich noch einige Bescheinigungen benötige. Das HTZ bspw. ist der Meinung, dass sie mir – aus welchen Gründen auch immer – eine solche Bescheinigung nicht ausstellen können. Warum, weshalb, wieso – keine Ahnung. Es wundert mich allerdings, denn das HTZ muss ja für das Gutachten, wenn das Verfahren läuft, auch noch eine Stellungnahme schreiben.
Man darf gespannt sein, wie sich das ganze entwickelt. In jedem Fall schließe ich mich morgen Vormittag auch nochmal mit dem Direktor der Förderschule kurz, um in Erfahrung zu bringen, ob bisher alles richtig war, was da noch auf uns zukommt, etc.
Na – da wünsch ich dir Nerven wie breite Nudeln, liebe Lilo
und ich schick dem heiligen Bürokratius ein nettes Gebet
Auf jeden Fall find ich’s schön, dass die sich in dieser integrativen Richtung Mühe geben.
Einen schönen Abend
wünscht
Sabine
Ja, das finde ich auch sehr gut, Sabine. Die Nerven kann ich sicherlich brauchen
Liebe Grüße!
was ist denn HTZ?
Andrea, HTZ ist die Abkürzung für Heilpädagogisch-Therapeutisches-Zentrum.
Anderswo nennt es sich, glaube ich, auch SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum). Beschäftigen sich u. a. mit Entwicklungsstörungen und deren Auswirkungen.