Bittersüß -
Weiche Lippen
Meinen Hals sanft küssen

Bittersüß -
Warmer Atem
Meinen Nacken streift

Bittersüß -
Versunkener Blick
In leuchtende Augen

Bittersüß -
Deine Zunge
Die meine umspielt

(Lilo)

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Verträumte
Melodien
Erklingen in mir
Durchdringen
Mein Sein

(Lilo)

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Ein Tag
Wie im Traum

Die Sonne
Ohne Licht

Hörst du nicht
Wie etwas leise zerbricht?

(Lilo)

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Morgenrot
Weckt mich -
Taut meine Seele

Abendsonne
Blendet mich -
Beflügelt meine Gedanken

Nacht
Umfängt mich -
Verdrängt meine Schatten

(Lilo)

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Er nannte sich Judas. Lautlos wie eine Katze schlich er durch die Dunkelheit. Nichts, keine noch so kleine Bewegung, entging seinen raubtierhaften Blicken.

Der Hüne verließ die Stadt Richtung Norden. Vier Tage würde er laufen müssen, ehe er die Festung erreichte. Er zitterte vor Freude über den langen Fußmarsch. Nichts mochte er lieber, als das feuchte Moos unter den nackten Füßen und die düstere Finsternis, die ihn umgab.

Würde er noch rechtzeitig ankommen?

(Lilo)

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Die Luft war starr vor Kälte, doch er spürte sie nicht. Eine seltsame Kraft ruhte in ihm. Zwei Tage und Nächte lief er nun durch den dichten, nach feuchter Erde duftenden Wald. Kein Laut durchdrang die Stille. Es schien, als hielten selbst die Tiere in diesem Dickicht den Atem an.

Das Herz des Hünen schlug ruhig und gleichmäßig in seiner Brust. Ein leises Rascheln nur wenige Schritte vor ihm weckte seine Aufmerksamkeit. Er hob den Kopf und blickte in zwei gelbglühende Augen, die ihn durchdringend musterten. Er konnte das pochende Herz des Wesens leise in seinem Inneren ausmachen. Schweigend standen sie da. Lauschten in die Stille der Nacht. Schließlich hob der Mann, der den Namen Judas trug, ruhig seine Stimme. “Ich habe dich erwartet.”

(Lilo)

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Langsam kam Bewegung in das Wesen. Es richtete sich kaum merklich auf und glitt auf den Hünen zu. Ein langer, dunkler Mantel verdeckte Statur und Gesicht, bis auf seine eigenartig gelben Augen, die in der Dunkelheit noch immer zu glühen schienen.

Zum ersten Mal seit seinem Aufbruch aus der Stadt ließ Judas etwas erkennen das entfernt an ein Grinsen erinnerte. Doch gleich darauf schob sich wieder die starre Maske der Entschlossenheit auf seine Züge. Nichts durfte ihn von seinem Vorhaben abbringen.

“Du kommst ungelegen, mein Freund.”

Ein knurrender Laut schien aus der Kehle des Wesens hervorzudringen. “Du machst einen Fehler, Judas. Andere waren schon vor dir dort und sind nie zurückgekommen.”

“Du wirst mich nicht aufhalten, Litnik. Ich werde mein Vorhaben zu Ende bringen.”

Litniks gelbe Augen glühten vor unterdrücktem Zorn. Warum war er so unnachgiebig? Welche Kraft war es, die seinen Freund in den Tod treiben wollte? Was es auch war, er würde es nicht zulassen.

“Wie du willst”, stieß das Wesen hervor, “dann begleite ich dich.”

(Lilo)

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6 Comments to “Traumtänzer….”

  1. Bonafilia sagt:

    Lilo du bist ja ein Poet…..sehr schön…ich will mehr! ♥

  2. Sunny11178 sagt:

    Schöööööööööön :) Will auch mehr!

    • Lilo sagt:

      Es gibt bestimmt auch mehr, Sunny ;-)
      Das ist alles an einem bzw. zwei Abenden aus meinen Händen geflossen. Da kommt die Inspiration in Schüben :grin:

  3. Wortman sagt:

    Sehr poetische Worte hast du da gefunden. Viel Tiefe und Gefühl steckt da drin. Sehr gut!

    Litnik macht sich schon mal sehr interessant in den kurzen Teilen. Da bin ich gespannt, in wie weit seine Begleitung wirklich der Hilfe gilt…

    • Lilo sagt:

      Danke, worti :-) Mir gefällt der Verlauf der Geschichte bisher auch sehr gut.. Und es ist spannend, weil ich selbst noch überhaupt nicht weiß wo die Geschichte hinführt!

      Da bin ich selbst gespannt, ob Litniks Begleitung wirklich eine Hilfe ist..

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