Vergangenen Sonntag war ein Aikidolehrgang mit Edmund Kern in Lünen angesagt. Um 7:30 Uhr ging die Fahrt los. Ursprünglich wollten wir zu dritt fahren, aber leider hat unser Trainingskollege Probleme mit dem Innenminiskus und konnte daher nicht mitkommen. Also sind wir schließlich nur zu zweit zum Lehrgang gefahren. Überraschenderweise waren auch viele Aikidoka aus Siegburg anwesend, so dass ich nicht nur auf völlig Unbekannte traf.

Trainingsbeginn war um 10 Uhr. Bereits die Begrüßung war für mich eine Überraschung, kannte ich diese bis dato doch völlig anders. Auch auf das – für mich – gewohnte Aufwärmen wurde verzichtet. Stattdessen fing das Training direkt mit Sabaki-Übungen an. Ich kann Euch jetzt schon verraten, dass der Muskelkater am nächsten Tag, von der Taille abwärts, enorm war! Vom Sabaki ging Edmund Kern dann zum Kokyu-Nage über, eine Technik bei der er vor allem auf den richtigen Zentrumseinsatz großen Wert legte. Der Kokyu-Nage ist für mich das große Geheimnis schlechthin. Von erfahrenen Meistern vorgeführt, sieht er so leicht und absichtslos aus, aber wenn ich mich selbst daran versuche, scheitere ich. Irgendwann wird es vielleicht von selbst passieren, wenn ich weiter meinen Weg gehe.

Danach folgten verschiedene Aufwärmübungen mit dem Jo. Obwohl wir einmal im Monat Waffentraining haben, fühlt sich dieser immer noch wie ein Fremdkörper in meinen Händen an. Das hat man am Sonntag auch deutlich gemerkt. Die 13-er Stabkata ging mir einfach nicht in den Kopf, doch glücklicherweise ging es dann rasch mit den Partnerübungen mit Jo weiter. Diese wiederum sind mir dann relativ gut geglückt. Edmund Kern betonte hier die Wichtigkeit, Rhythmus in die Abfolge der einzelnen „Abschnitte“ zu bringen. Im Aikido sei es wie mit der Musik – „Musik ohne Rhythmus ist keine Musik“, so Edmund Kern.

Edmund Kern erklärte auch viel über Etikette und über die Bedeutung und den Gebrauch des Schwertes. Für mich war der Lehrgang sehr interessant, informativ und rundum gelungen – er hat in mir das Bedürfnis geweckt, in Zukunft regelmäßig an Aikido-Veranstaltungen teilzunehmen. Und der nächste Lehrgang am 1. Mai mit Jacques Valère ist schon vorgemerkt!

Leider konnte ich während des Lehrganges nicht fotografieren, so dass ich einfach mal hoffe, dass Jürgen von der Aikidogemeinschaft Lünen bald die Lehrgangsfotos online stellt. Ich werde dort jedenfalls regelmäßig vorbeischauen.

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