Brust… Arme… Beine…

Hab ich was vergessen?

Die Beine werden beim Spazierengehen, Radfahren und Walken gut trainiert. Nordic Walking trainiert vor allem die Arme, wenn man es richtig macht, wodurch die Beine entlastet werden. Letzteres ist bei dem Wetter momentan eher schwierig – eine Alternative muss deshalb her.

Heute Abend hat ein flotter Marsch zum Einkaufszentrum (im Schweiße meines Rückens habe ich mir die Pizza erarbeitet!) meine Beine und Bäckchen so richtig schön durchblutet. Überhaupt trainiere ich – unbewusst – meine Beine am meisten. Arme, Brust, Rücken kommen bei mir eher zu kurz. Ganz schlecht ist das beim Aufwärmen vor dem Aikido-Training – die Herren der Schöpfung schaffen locker 50 Liegestütz am Stück, während ich schon nach zweien schlapp mache. Natürlich könnte man das jetzt auf mein Geschlecht zurückführen, aber das wäre ja wohl ein bisschen zu einfach.

Deshalb habe ich mir aus einem schlauen Buch, das ich mein Eigen nenne, ein paar nützliche Übungen rausgesucht, die ich auch direkt getestet habe. Klappt gut! Mache ich jetzt öfter und vor allem dann, wenn ich an einem Tag keine andere Bewegung/Sport gemacht habe.

Wäre ja gelacht, wenn ich meine Fitness und Ausdauer nicht verbessern könnte und ein bisschen mehr Kraft kann da auch nicht schaden.

Ich wünsche euch eine gute Nacht und ein schönes bewegendes bewegtes Wochenende   :girlwink:

Kater

Insgeheim und ganz für mich selbst habe ich beschlossen, mehr für meine Fitness zu tun.

Während des Aikidotrainings stoße ich zwar recht selten an meine Grenzen, da ich diese Art der Bewegung mittlerweile gewohnt bin, doch meine Ausdauer könnte wirklich sehr viel besser sein. Das macht sich dann vor allem im Alltag beim schnellen Treppensteigen bemerkbar, oder aber in einer Prüfungssituation, wie bspw. bei der letzten Gürtelprüfung im Aikido.

In den letzten Tagen hat sich in mir plötzlich ein sportlicher Ehrgeiz geregt, den ich gar nicht kannte. Ganz spontan legte ich heute morgen eine CD in den Rekorder, drehte auf und fuhr eine knappe halbe Stunde lang Rad. Und Stufe 2 hat mir diesmal nicht gereicht, nein – bei der fetzigen Musik musste es natürlich schon Stufe 4 sein! Meine Muskeln über dem Knie (wie heißen die eigentlich?) melden sich nun beim Gehen ständig zu Wort. Muskelkater höchstwahrscheinlich.

Nunja, das war mir aber dann noch immer nicht genug. Ich sage jetzt nicht, was ich danach noch gemacht habe, aber es war vermutlich keine gute Idee. Ich steige jedenfalls erst wieder aufs Rad, wenn der Muskelkater weg ist :aikido:

Aikido, Bücher und Glatteis

Durch den Regen in der Nacht war es heute früh ein wenig glatt auf der Straße, weshalb meine Stöcke beim N.-Walking zwischendurch immer wieder mal weggerutscht sind. Aber nach dem dicken Schnee und Matsch, der die ganze Zeit auf Radwegen und Straßen lag, war die dünne Eisschicht eine wahre Wohltat. Ich finde den Schnee immer noch wunderschön, auch, wenn er durch den ganzen Regen nass ist und langsam beginnt zu tauen. Ganze 20 Minuten war ich heute früh mit den Stöcken unterwegs und es hat richtig Laune gemacht.

Nachdem meine Große gestern nicht in den Kindergarten konnte, weil das Taxi nicht durchkam (ein Lkw stand quer auf der Straße), hat sie den Morgen zuhause verbracht und wir wollten in die Bücherei laufen. Zu Fuß wohlgemerkt. Nachdem wir schon die Hälfte der Strecke gegangen waren, ist mir aufgefallen, dass ich den Bücherei-Ausweis vergessen hatte. Also sind wir wieder zurückgelaufen und haben den Ausweis geholt. Nach der Anstrengung konnte meine Tochter natürlich nicht nochmal den ganzen Weg zu Fuß bewältigen, weshalb wir dann doch das Auto genommen haben. Hat sich jedenfalls gelohnt, wie man sieht:

Die zwei Stunden Aikido-Training gestern Abend waren auch sehr bereichernd und intensiv, da wir nur zu sechst auf der Matte standen.  Den Lehrgang vergangenes Wochenende musste ich aufgrund des Wetters ja leider ausfallen lassen, aber im März ist wieder einer und ich will versurchen, dorthin zu kommen.

Windiger Winterspaziergang

Die Zeit vor dem angekündigten Schneefall habe ich genutzt, um noch schnell eine Runde zu laufen. Bereits als ich loslief, bogen sich die Zweige leicht im Wind und hin und wieder ist Schnee von den Bäumen auf mich herunter gerieselt. Bergab drang der eisige Wind in meine Lungen beim Atmen, während ich dann richtig erleichtert war, als es wieder bergauf ging. Der Wind kam nämlich dann von hinten und so konnte ich mich in aller Ruhe von den Windböen nach oben schieben lassen – was im Übrigen sehr angenehm für den Rücken war!

Eine gute halbe Stunde war ich da draußen in der  Kälte, bin gelaufen, habe die letzten Vögel beobachtet, die noch keinen Schutz vor dem Unwetter gefunden hatten und war sehr froh, dass ich zuvor noch eine, wenn auch dünne, Strumpfhose unter die Hose angezogen hatte. Jetzt sitze ich hier zuhause im Wohnzimmer mit meinen Kindern und werde mit ihnen Lotti Karotti spielen, sobald ich hier fertig bin, während die ersten kräftigeren Windböen ums Haus wehen.

Beschränkt

So langsam kotzt es mich wirklich an. Jedesmal beim Kleiderkauf das leidige Thema: Entweder sind die Kleider zu eng oder sie sind gleich so groß, dass man darin versinkt. Hat man dann endlich ein Teil gefunden, mit dem man sich halbwegs arrangieren kann, geht es bei der nächsten Wäsche ein und man steht wieder genauso nackig da, wie zuvor. Dick zu sein ist nicht leicht. Und das allerschlimmste daran ist, dass man ja eigentlich selbst die Schuld daran trägt. Würde man mal nicht immer schwach werden, wenn so ein zartschmelzender Traum von lila Schokolade vom Supermarktregal auf einen herunterlächeln würde. Manchmal kann man es sich verkneifen, aber es ist doch häufig so, dass man erst zuhause wieder klar denken kann – und dann kommt natürlich das schlechte Gewissen.

Was war ich vor knapp einem Jahr voller Elan, habe Abnehmpläne geschmiedet bis zum Abwinken. Und was ist daraus geworden …? Mir ist der Appetit erstmal vergangen.