Posts Tagged ‘Adventskalender’
Turbulent
Dezember 1st, 2009
5:20 Uhr aufgewacht – mein Mann war natürlich viel zu spät dran und warum??! Weil irgendeines unserer lieben Kinder am Wecker gespielt und die Lautstärke runtergedreht hat, so dass wir das Schellen nicht gehört haben!
Dann ist natürlich heute auch noch der 1. Dezember und prompt gab es lautes Geheule seitens des einen Kindes, weil die Schwester das erste Päckchen öffnen durfte und sie erst morgen dran ist. Natürlich sind in jedem Päckchen zwei Sachen drin – ein Täfelchen für die Große und eins für die Kleine. Aber das interessierte erstmal nicht, sie wollte einen eigenen Kalender. Aber das gibt es hier nicht, denn hier wird geteilt. Irgendwann hat sie das auch halbwegs verstanden und hat sich wieder beruhigt.
Wir sind dann gerade noch rechtzeitig fertig geworden, bevor das Kindergarten-Taxi kam. Jetzt ist es gerade 7:15 Uhr und in einer Viertelstunde wird die Kleine abgeholt. Danach muss ich mich ruckzuck fertig machen, denn bevor ich nachher Plätzchen backen kann, muss ich erst noch vor in den Ort laufen und verschiedene Sachen erledigen.
Auf Morgen bin ich auch noch gespannt… da haben die Kinder einen Termin beim Zahnarzt.
Tags: Adventskalender, Dezember, Kinder, Kindergarten, Stress, teilen, verschlafen
Posted in Dies+Das | Comments (31)
30. November – Adventskalender 2009
November 30th, 2009

Heute ist er also, der Tag an dem ich die Ehre habe, einen Beitrag im diesjährigen Adventskalender von Elke zu verfassen. Die Adventszeit ist bekanntlich eine Zeit der Besinnung und Traditionen. Märchen, Sagen und Geschichten gehören da für mich einfach dazu. Deshalb habe ich habe mir gedacht, dass ich Euch eine kleine Sage aus meiner Heimat präsentiere. Interessanterweise habe ich in beiden Orten von denen die Rede ist, bereits mehrere Jahre lang gewohnt. Ich würde mich deshalb freuen, wenn Ihr mich heute auf meinen Ausflug in den sagenhaften Spessart begleitet
Wohlan, ich präsentiere:
Der Knabenraub im Spessart
Auf dem Berg zwischen Ebersbach und Soden lag eine Burg, die Altenburg genannt. Einer der Ritter, die darin wohnten, hatte zwei hoffnungsvolle Knaben. Diese wurden eines Tages von Räubern entführt. Die zwei Räuber hatten den Schlosspförtner bestochen, der ließ sie in Abwesenheit des Ritters auch ein, so dass sie die Kleinen ohne Mühe in ihre Gewalt bekamen. Hernach ergriffen sie auf den Rossen, welche sie dem Ritter aus dem Stalle holten, die Flucht. Zuvor hatten sie beschlossen, ein jeder solle nach einer anderen Gegend hin fliehen. Und sie versprachen sich gegenseitig: Wenn ja einer von ihnen ergriffen würde, so solle der nur dann den Aufenthalt des anderen angeben, wenn ihm vorher neben der eigenen dessen Begnadigung zugesagt würde.
Der eine nun war nach langem Ritt durch den Wald ermüdet, band sein Pferd an einen Baum und legte sich zur Ruhe nieder, nachdem er dem geraubten Knaben aufs strengste verboten hatte, sich zu entfernen.
Aber der Kleine benützte doch die Gelegenheit zur Flucht und entlief und lief, solange er konnte. Endlich kam er zu einem Köhler, der im Walde arbeitete. Der Köhler vermutete in dem Knaben sogleich ein Kind hoher Leute, fragte ihn aus, und der Knabe erzählte ihm den ganzen Hergang der Sache. Alsbald kehrte der Köhler mit dem Knaben an den Ort zurück, wo der Räuber noch in tiefem Schlafe lag! Da versetzte ihm der Köhler einen Schlag mit der Hacke, so dass er betäubt ward. Dann eilte der Köhler auf dem Pferde des Ritters gegen das naheliegende Dorf Ebersbach.
Von dort hörte er die Glocken, mit denen man wegen des Knabenraubes Sturm läutete. Etliche Ebersbacher Einwohner nahmen den Räuber gefangen und brachten ihn nebst dem Knaben auf die Altenburg.
Nach dem Versprechen, er werde begnadigt, wenn er seinen Kameraden angeben würde, verriet er ihn auch. Und so wurde der andere Räuber mit dem zweiten Knaben eingeholt und sofort hingerichtet. Dem ersten ward Wort gehalten, und er blieb ungestraft, hatte aber keine frohe Stunde mehr. Der Geist des verratenen Spießgesellen verfolgte ihn Tag und Nacht, bis er sich selbst das Leben nahm.
Seitdem sollen auf dem Berge, wo einst die Altenburg stand, und überhaupt auf dem Berge von Soden nach Ebersbach an gewissen Tagen und Nächten Dinge geschehen sein, die harmlose Wanderer in Angst und Schrecken versetzten. Zur Winterszeit erzählen sich die Bauern der Umgegend mancherlei darüber. So hörte ich in Leidersbach, dass zuweilen der Hufschlag eines galoppierenden Pferdes vernehmbar wäre, ohne daß weit und breit ein Pferd sichtbar sei. Und eine Frau habe bei Soden einen Mann am Baum hängen sehen. Sie rief in ihrer Furcht einige Männer herbei, aber als diese ganz nahe hinkamen, war nichts mehr zu erblicken.
Quellen:
Spessart-Sagen, Valentin Pfeifer, Aschaffenburg 1948, S. 104f
Sagen.at – http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/bayern/spessart/knabenraub.html
Ich finde es immer wieder spannend in die Geschichte der Heimat einzutauchen und zu erfahren, wie die Menschen lebten und wovor sie sich fürchteten. Auf dem Weg über besagten Berg ist mir zwar zuweilen auch ein wenig seltsam zumute geworden, was aber nichts mit einem unsichtbaren, galoppierenden Pferd zu tun hatte. Doch allein der Gedanke auf den Spuren vergangener Zeiten zu wandeln hat etwas Faszinierendes
Für die kommenden Wochen voller spannender Adventsbeiträge wünsche ich Euch und mir viel Spaß und danke Elke für die schöne Aktion!
Tags: Adventskalender, Elke, Knabenraub, Mainzauber, Sagen, Spessart
Posted in Dies+Das | Comments (44)
Adventskalender-Geschichten
November 29th, 2009
Heute hat Elke vom Mainzauber-Blog das erste “Adventskalender-Türchen” veröffentlicht. Ein schöner Beitrag, der ein bisschen auf die heute beginnende Adventszeit einstimmt.
Die komplette Teilnehmerliste kann man hier ansehen.
Und morgen dürft ihr dann hier bei mir das nächste Türchen angucken
Tags: 2009, Advent, Adventskalender, Geschichte, Mainzauber, Nikolaus, Türchen
Posted in Dies+Das | Comments (6)
Schenken
November 18th, 2009
Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.
(Joachim Ringelnatz)
Es hat Spaß gemacht die vielen kleinen, bunten Päckchen zu packen! Ich kann die Vorfreude meiner Kinder schon richtig spüren und hoffe, dass ihnen der diesjährige Adventskalender gefällt
Mir gefällt er jedenfalls sehr gut …
Ich bin auch schon sehr auf den Adventskalender von Bonafilia gespannt!
Tags: Advent, Adventskalender, basteln, Gedicht, Joachim Ringelnatz, Päckchen, Schenken, selbstgemacht
Posted in Dies+Das | Comments (16)