Rezension zu „Allein kann ja jeder “ von Jutta Profjit

allein-kann-ja-jeder-jutta-profijtRosa ist die 71 Jahre junge Hippiemutter von Ellen (46) und Oma der 13jährigen Kim. Rosa kommt nach einem Yoga-Seminar nach Hause und findet ihren Nachbarn, der gleichzeitig ihr Lebensgefährte war, tot in seinem Haus. Das verliebte Pärchen hat seine beiden nebeneinanderstehenden Häuser bereits verkauft und haben sich eine gemeinsame Wohnung an der Rheinpromenade gekauft. Leider müssen sie erfahren, dass das Gebäude noch gar nicht gebaut ist. Auf dem Grundstück steht noch die alte verlassene Zucker-Villa. Rosa, die bereits in Ellens Kindheit Erfahrung in Sachen Hausbesetzung gemacht hat, zieht kurzerhand in die verlassene Villa ein. Zwei der ebenfalls betrogenen Wohnungskäufer, der 72jährige Konrad und Hans (56), beschließen ebenfalls, in die Villa zu ziehen. Gleichzeitig machen sich die Villabesetzer auf die Suche nach ihrem Geld.
Rosas Tochter Ellen und deren 13jährige Tochter Kim müssen kurzerhand ebenfalls in die Villa einziehen, wenn sie nicht auf der Straße übernachten wollen. Denn leider hat Ellens Ex-Mann das gemeinsame Haus eigenmächtig verkauft.

Kim ist eine typische pubertierende 13jährige, die für manche Diskussion und Aufregung sorgt. In Ellen und ihre Sorgen konnte ich mich gut hineinversetzen. Gut fand ich den Mathelehrer von Kim, der die 13jährige durchschaut hat und der seinen Auftrag als Lehrer mehr als ernst nimmt. Beeindruckend fand ich die Szene, als alle Schüler ihre Handys anschalten sollten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auf die Jugendlichen einen viel größeren Eindruck gemacht hat, als alle Vorträge, Ratschläge und Ermahnungen zusammen.

Ich hatte alle handelnden Personen lebhaft vor Augen und ich mochte Jutta Profijts Schreibstil sehr. Einige ihrer anderen Bücher kenne ich ebenfalls und finde, dass sie von Mal zu Mal besser wird, was das Schreiben betrifft. „Allein kann ja jeder“ hat sowohl Elemente eines Frauenromans, als auch eines Krimis. Die handelnden Personen sind zwischen 13 und 72 Jahre alt, die noch dazu alle unter einem Dach hausen. Man kann also sagen, dass es sich um einen Mehrgenerationenroman handelt, auch wenn ich nicht weiß, ob es dieses Genre überhaupt gibt. Auf jeden Fall kommen in dieser Konstellation natürlich auch sehr lustige, absurde und chaotische Situationen zustande. Besonders als die aufmüpfige Kim dann plötzlich ihre soziale Ader entdeckt, als sie im Keller der alten Villa einen Geruch bemerkt, der da absolut nicht hingehört…

Mir hat jeder Aspekt dieses Buches ausgesprochen gut gefallen und zusammen ergeben sie ein harmonisches Ganzes. Lesenswert!

spannenden Krimi gelesen!

Vor zwei Tagen habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Sie hat mir erzählt, dass meine Schwester ihr gesagt habe, dass ich Krimis lese und ob das stimmen würde. Ich konnte es kaum fassen, dass meine Mutter das noch nicht mitbekommen hat!! Gerade habe ich wieder einen unglaublich spannenden Krimi gelesen. Die anderen Bücher des Autors kannte ich nicht und darum bin ich ein bisschen ins kalte Wasser gesprungen – aber es hat sich gelohnt :-)

 

dunklehavelToni Sanftleben ist 22 Jahre alt, als seine Frau Sofie in der Nacht zum 3. Mai 1998 während des Baumblütenfests in Werder spurlos verschwindet. Ein Ehepaar gibt an, eine Frau beobachtet zu haben, die ins Wasser gegangen ist. Es wird alles Mögliche getan, um Sofie zu finden, doch Sofie bleibt verschwunden.
Irgendwann wird die Suche eingestellt, die Ermittler glauben an einen Badeunfall oder Suizid. Doch Toni kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und schon gar nicht akzeptieren. Er unternimmt alles, um seine Frau und die Mutter seines kleinen Sohnes Aroon auf eigene Faust zu finden, richtet seine ganze Karriere, sein ganzes Leben danach aus.

Sechzehn Jahre nach Sofies Verschwinden hat Toni die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass Sofie noch am Leben sein könnte. Inzwischen ist Toni Leiter eines Ermittlungsteams bei der Potsdamer Kriminalpolizei. Er hat alle denkbaren Spuren verfolgt, alles Menschenmögliche unternommen und trotzdem ist da immer noch die Ungewissheit und Hoffnung. Als er einen Anruf erhält, dass in der Potsdamer Innenstadt eine Leiche in einem Baucontainer gefunden wurde, ahnt Toni noch nicht, dass dieser Fall seine Vergangenheit wieder lebendig werden lässt…

Toni ist mit dem Verschwinden seiner Frau alleinerziehend. Um mit seinem ganzen Schicksal irgendwie klarzukommen, trinkt er. Trotzdem kümmert er sich um Aroon und ist ihm ein liebevoller Vater, was ihn mir sehr sympathisch macht. Tonis Motivation für sein weiteres Leben ist der dringende Wunsch, aufzuklären, was mit Sofie passiert ist. Die Ungewissheit treibt ihn dazu, immer weitere Karriereschritte in seiner Polizeilaufbahn zu unternehmen. Als er dann Sofies Foto bei dem Toten aus dem Baucontainer findet, erhält seine Sehnsucht neue Nahrung. Wer ist der Mann? Warum findet die Polizei nach 16 Jahren ohne eine Spur, plötzlich das Foto von Sofie bei den Sachen des Toten? Wer ist der Täter und in welchem Zusammenhang steht die Tat mit Sofies Verschwinden?

Der ganze Krimi ist vom Autor so gründlich durchdacht und recherchiert, dass die Handlung mich einfach gepackt und mitgerissen hat. Gut platzierte Details vermitteln Realitätsnähe und machen die Geschichte für den Leser nachvollziehbar. Die Darstellungen der Havel, der Umgebung von Werder und die vielen landschaftlichen Details lassen die Liebe des Autors zu dieser Region erahnen.

Tonis Verhalten ist glaubwürdig, weil sein Charakter einfach sehr gut zu der ganzen Geschichte passt. Erst wenn er Sofies Verschwinden aufgeklärt hat, kann er mit seiner Vergangenheit abschließen.
Die Kollegen Gesa und Phong sind interessante Figuren, die Toni vertrauen und in seinen Ermittlungen unterstützen. Staatsanwältin Caren Winter mochte ich aber mindestens genauso gerne und Kriminalrat Schmitz ist zwar nicht der Sympathischste, aber seine Karrieresucht und Machtgier haben für ein gewisses Gleichgewicht gesorgt.

Ein besonderer Leckerbissen bei diesem gelungenen Krimi ist für mich, dass man sehr gut miträtseln kann, wer denn der geheimnisvolle Täter ist, wo seine Motivation liegt und was damals mit Sofie passiert ist. Dem Leser werden immer wieder kleine Hinweise gegeben, die ihn zu einem Verdacht führen, dieser dann aber durch neue Informationen wieder verworfen werden muss… und so geht es weiter und weiter. Dabei bleibt aber alles immer schlüssig und nachvollziehbar. Einfach sehr mitreißend, spannend und dabei absolut glaubhaft und realitätsnah.

Tim Pieper versteht es wirklich, seine Leser in Atem zu halten. Ein berührender Krimi mit hohem Suchtfaktor!

 

Bücherflut

Die letzten Tage habe ich sehr viele Bücher (naja, eigentlich waren es ja nur drei) gelesen. Ich verrate jetzt noch überhaupt nicht, welche das waren, denn im Moment lese ich noch ein viertes. Aber dann… ich komme im Laufe der Woche noch drauf zurück.

Übrigens wieder mal ein neues Theme. War mal wieder Zeit.

Ich hoffe Ihr hattet alle ein bombastisch gutes Weihnachtsfest! :nikolaus:

Sie ist zurück!

Seit Mittwoch schon ist die Bücherkiste endlich, endlich wieder bei mir zuhause angekommen. Vielen Dank an alle Teilnehmer!! Ich war total happy, als ich die Bücher ausgepackt habe :-)

Das war wirklich eine lange Zeit. Fast ein ganzes Jahr war sie unterwegs und hat – hoffentlich – alle Teilnehmer zufrieden gestellt. Ich jedenfalls habe jede Menge neue Lektüre gefunden und das Tollste ist, dass ich die Bücher noch nicht kenne. Ein einziges war dabei, das auch ganz zu Anfang schon drin war. Die anderen wurden alle ausgetauscht.

Ganz liebe Grüße an Euch alle. Es war super, dass Ihr so fleißig mitgemacht habt :heart:

BookBox back at home

Donnerstag

Schon eine ganze Weile her, dass ich mich um mein Blog gekümmert habe. Aber in letzter Zeit war so viel Aufregung, dass es mir nicht ganz so dringlich erschien. Meine Große hatte am Samstag Geburtstag und wir hatten ein bisschen Besuch. Sieben Jahre ist sie alt geworden. Und natürlich gab es jede Menge leckeren Kuchen.

Ein bäriger Geburtstagskuchen zum Frühstück...

Ein bäriger Geburtstagskuchen zum Frühstück...

... aber zuvor wurden erstmal die vielen Geschenke ausgepackt

... aber zuvor wurden erstmal die vielen Geschenke ausgepackt

Im Laufe des Tages habe ich noch leckere Fan*ta-Schnitten gebacken

Im Laufe des Tages habe ich noch leckere Fan*ta-Schnitten gebacken

Am Nachmittag: Der Besuch kann kommen...

Am Nachmittag: Der Besuch kann kommen...

Und dann hatte ich am Dienstag meinen ersten Arbeitstag. Zwei Tage habe ich jetzt hinter mir und es fühlt sich wirklich gut an.

BookBox – Es geht los

bookboxgrafik

Nachdem sich nun schon viele liebe Bloggerinnen und Blogger gefunden haben, werde ich die BookBox im Laufe der morgen beginnenden Woche auf die Reise schicken. Wer mir seine Adresse noch nicht gemailt hat, der sollte das möglichst bald tun. Hier ist nochmal meine E-Mail-Adresse: roterrabe (at) kaffeeschluerfer (punkt) com

Ich bin gespannt, ob jeder ein Buch für sich findet, das ihm gefällt.


Und noch einmal die Bitte an Alle: Wenn ihr für euren Nachfolger eine kleine süße Überraschung einpacken wollt, dürft ihr das natürlich gerne tun. Aber verpackt es bitte gut und verstaut es so, dass die Bücher nicht verschmutzt werden!

Die Regeln sind nochmal *hier* zu finden