Der neue Dühnfort ist da!

nun-ruhet-sanft-inge-loehnigDer siebte Fall für Kommissar Konstantin Dühnfort hat es in sich! Der sympathische Ermittler wird zu einem Tatort in Schäftlarn gerufen. Eine Mutter und ihre Kinder, sowie die Haustiere der Familie, wurden getötet. Der Familienvater Thomas Sassen wurde von einer Nachbarin gesehen, wie er mit dem Auto weggefahren ist. Kommissar Dühnfort trifft der Fall hart, hat er doch gerade erst erfahren, dass seine Lebensgefährtin Gina schwanger ist. Er gibt alles, den Mörder der Familie zu finden. Und dann taucht Thomas Sassen plötzlich mit einem Strauß Rosen am Tatort auf. Dühnfort hält ihn für den Täter, Staatsanwalt Leyenfels hält dagegen. Wer behält Recht? Hat Thomas Sassen seine Familie umgebracht und was ist das Motiv? Eine ganze Weile tappen Dühnfort und sein Team im Dunkeln, aber dann tauchen nach und nach Hinweise auf…

Auch den siebten Band mit Tino Dühnfort finde ich wieder absolut gelungen. Durchweg positiv fällt mir auch diesmal Inge Löhnigs Schreibstil ins Auge, genauso wie ihre unglaubliche Raffinesse, was den Spannungsbogen der Geschichte betrifft. Die Autorin schafft es, den Leser sowie ihren Kommissar lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen, wer der Mörder ist. Plötzlich tauchen ganz allmählich Hinweise auf, die sich langsam verdichten, bis der Leser ganz sicher ist, wer der Täter ist. Und dann gibt es mehr Hinweise, man ist sich nicht mehr sicher, ob man richtig liegt mit seiner Vermutung… Ein moderner Whodunit-Krimi eben, der den Leser zum Miträtseln einlädt!

Tino Dühnfort ist ein Kommissar, der eine ausgeprägte Liebe zur Espresso-Kultur besitzt. In seinem Büro hat er eine eigene „Pavoni“ stehen und seine Kollegen lassen sich gerne mal auf einen guten Espresso einladen. In den vorherigen Bänden hat man natürlich auch bereits einiges von Tinos Privatleben erfahren. Kenner der Dühnfort-Reihe wissen, dass Gina und Tino früher Partner bei der Kripo waren. Als sie ein Paar wurden, hat Gina sich in eine Abteilung für Altfälle versetzen lassen. Wie in jeder guten Krimi-Reihe entwickeln sich die Figuren weiter und so ist es auch in diesem Buch. Tino und Gina müssen sich jetzt mit den Fragen der vorgeburtlichen Diagnostik auseinander setzen.

Auch Tinos Kollegen und die ganzen Nebenfiguren sind glaubhaft und charakterlich überzeugend dargestellt. Der Mörder bekommt sogar einen eigenen Handlungsstrang, in dem man ganz allmählich die Gedankenwelt des Mörders kennenlernt.

In diesem Krimi geht es um Liebe, Hass, Eifersucht, Geldgier….. klassische Mordmotive also. Aber warum Familie Sassen auf so grausame, niederträchtige Weise sterben musste, darf jeder Leser gerne für sich selbst herausfinden.
Für Fans der Dühnfort-Reihe und solche, die es vielleicht werden wollen, ein Muss!

Spannender Fall für Kommissar Dühnfort!

Verfluchst seist duAuf einer Baustelle wird ein junger Mann namens Daniel Ohlsberg tot aufgefunden, in seiner Tasche befinden sich mehrere Beutel mit Weißen Mitsubishi – Ecstasy. Das Ermittlerteam um Kommissar Dühnfort vermutet zunächst einen Mord im Drogenmilieu, da Daniel bereits früher wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz straffällig war.
Exfreundin Mika trifft die Nachricht von Daniels Tod hart. Ungefähr ein halbes Jahr zuvor hat sich ihre beste Freundin Isa das Leben genommen und jetzt soll auch noch Daniel tot sein? Mika glaubt nicht daran, dass Daniel mit Drogen gedealt haben soll, er hatte ihrer Meinung nach schon lange damit aufgehört. Und auch Isas Selbstmord lässt ihr keine Ruhe. Mika glaubt, dass Sascha schuld an Isas Selbstmord ist. Der geheimnisvolle Sascha, den Isa nur aus Facebook kannte. Mika ist entschlossen herauszufinden, wer hinter Sascha steckt und ist anfangs sogar der Polizei einen Schritt voraus.
Auch Mikas Bruder Philipp scheint in den Fall verstrickt zu sein. Er hat sich kurz vor Daniels Tod mit diesem gestritten und führt heimliche Telefongespräche, was Mika irgendwie komisch vorkommt.

Zuletzt ist Isa nicht die Einzige, die Selbstmord begeht und Kommissar Dühnfort steht ohne Geständnis da.

Der Plot von Inge Löhnigs neuem Krimi spielt im Hochsommer. Es ist schwül, die Hitze kaum zu ertragen. Das Buchcover passt deshalb mit seinem trüben und düsteren Eindruck kaum zum Inhalt.

Die Handlung dagegen steckt voller Spannung, Rätseln und überraschenden Wendungen. Die angeblich einzige Zeugin ist gar keine Zeugin, der vermutete Täter ein Dieb und währenddessen wird so ganz nebenbei noch ein Dealer festgenommen, bei dessen Überführung das REK beteiligt ist.

Die handelnden Personen sind sehr gut herausgearbeitet, besonders Marlies Schäfers Trauer um ihre Tochter Isa finde ich sehr glaubwürdig beschrieben. Ihre Gefühle kommen in Kapitel 48 sehr gut zur Geltung. Das war etwas, das mich sehr berührt hat, auch wie ihr Mann Stefan schließlich auf sie zugegangen ist und sie über Isas Tod und ihre Trauer hinweg wieder zueinander gefunden haben. Und auch Mika und die Beziehung zu ihrer kontrollsüchtigen Mutter beschreibt Inge Löhnig sehr intensiv.

Nicht zu vergessen Kommissar Dühnfort und sein Team. Bewegende Leseeindrücke der Krankheit von Alois Sohn Simon und der schwierigen Vergangenheit von Dühnforts neuer Mitarbeiterin Kirsten Tessmann. Und last but not least Tino Dühnfort, die Privatperson, der endlich mit seiner Gina zusammen zieht. Wenn auch auf eher spezielle Art.

Mit dem 5. Fall für Kommissar Dühnfort, „Verflucht seist du“, hat Inge Löhnig erneut einen spannenden und abwechslungsreichen Krimi abgegeben, der voll unerwarteter Überraschungen steckt. Ein Muss für alle Fans von Inge Löhnig und ihrem sympathischen Ermittler!